KDE 4.2
Heute bin ich endlich dazu gekommen KDE
4.2, die neue Desktop-Generation, auszuprobieren. Dank dieser
Anleitung war es relativ schnell auf meinem Ubuntu Intrepid Ibex
installiert und ich konnte los legen. Ich habe mir einen extra
User-Account angelegt um nicht zu viel Konfigurationsmüll zu
produzieren.
Der erste Start
Der erste Start verlief sehr zaghaft, was daran liegen könnte, dass
etliche Konfigurationsdateien initialisiert und erstellt werden. Die
nachfolgenden Anmeldungen verliefen nämlich deutlich schneller.
Sofort fällt auf, dass KDE eine absolute Augenweide geworden ist.
Sanfte Übergänge, schöne Effekte und tolle Farben. Die
Desktopeffekte des KWin(-dowmanagers) laufen inzwischen deutlich
besser und schneller als unter den Vorversionen.
Leider trüben kleine störende Fehler dieses Bild ziemlich
schnell. Unsaubere Transparenz hier, abgehackte Kanten da. Mein
Desktop wird komplett schwarz, sobald ich die Größe der unteren
Leiste ändere. Da man ihn hinterher nicht wieder zum Leben erwecken kann, hilft nur eine erneute Anmeldung.
Deutlich bemerkbar macht sich auch die recht extreme
Performanceverschlechterung gegenüber GNOME und wahrscheinlich auch
KDE 3. Alles läuft ein wenig träge und alles andere als schnell.
Das habe ich besonders beim Verschieben von Fenstern gemerkt.
Neuerungen
Zu der größten Neuerung zählt ganz klar der neu strukturierte
Desktop. Mittlerweile kann man dort zwar auch wieder direkt Symbole
ablegen, jedoch lassen sich nun auch so genannte Plasmoids überall
auf ihm platzieren um ihm teilweise sehr nützliche Funktionen zu
verleihen.
Außerdem neu ist das komplett überarbeitete Startmenü. Es
beherbergt auf der ersten Seite die persönlichen Favoriten und macht
die installierten Programme über den gleichnamigen Reiter sauber
strukturiert verfügbar.
Praktisch ist auch, dass man direkt aus der Oberfläche heraus
neue Designs und Farben aus dem Internet herunterladen kann. Diese
werden dann auch direkt installiert und stehen einem zur Verfügung.
GTK Anwendungen
Absolut unerträglich für mich ist die fehlerhafte Integration
von GTK Programmen. Ich bin ja prinzipiell bereit nur noch QT
Anwendungen einzusetzen, jedoch gebe ich dabei nur ungern meinen
Lieblingsbrowser
ab. Zudem spricht der KDE Browser Konqueror noch nicht einmal richtig
JavaScript.
Die fehlerhafte Integration von GTK macht sich u.a. durch
unpassende Farbdarstellungen (schwarz auf schwarz), kaputte
Scrollleisten und speziell im Firefox merkwürdig aussehende
Tableisten bemerkbar.
Fazit
KDE 4 wird auf jeden Fall noch ganz groß. Keine Frage. Der
Meilenstein ist gelegt und die Entwicklung geht rasant voran. Ich
freue mich auf die Nachfolgeversionen und benutze bis dahin weiter
GNOME!
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